Die NFL hat den Los Angeles Rams nach Angaben von Sean McVay mitgeteilt, dass die Strafe wegen Defensive Pass Interference gegen Cornerback Josh Wallace in Denver nicht hätte gepfiffen werden dürfen. Das sagte der Head Coach am 30. September. Die Strafe nahm Wallace eine Interception weg, und die Denver Broncos erzielten auf demselben Drive den Touchdown, mit dem sie 30:26 gewannen. An diesem Ergebnis ändert die Rückmeldung der Liga nichts.

Was bei der Strafe gegen Josh Wallace passierte

Die Szene spielte sich am Abend des 27. September ab. Denver hatte Third Down an der 11-Yard-Linie der Rams und brauchte noch sechs Yards für ein neues First Down. Wallace fing den Pass von Broncos-Quarterback Bo Nix ab, doch die Schiedsrichter warfen die Flagge: Defensive Pass Interference gegen Wallace an Wide Receiver Pat Bryant. Die Interception zählte damit nicht. Statt dass die Rams den Ball bekamen, hatte Denver First-and-Goal an der 7-Yard-Linie. Kurz darauf fiel der Touchdown, 47 Sekunden vor Schluss gingen die Broncos mit 30:26 in Führung, und dabei blieb es.

Die Wiederholungen zeigten nach Angaben der Nachrichtenagentur AP das umgekehrte Bild: Bryant hatte Wallace gepackt, nicht Wallace den Receiver.

Was Sean McVay mit der Rückmeldung der Liga anfangen will

Die Rams hatten die Szene schon einen Tag nach dem Spiel bei der Liga eingereicht und um Klarheit über die Entscheidung gebeten. Solche Anfragen stellen Teams laut AP jede Woche, um ihren Spielern zeigen zu können, wie die Schiedsrichter bestimmte Situationen auslegen. Genau darum geht es Sean McVay nach eigener Aussage auch jetzt. Ob die Entscheidung richtig oder falsch war, spiele für ihn keine Rolle, die Flagge sei nun einmal geworfen worden. Ihn interessiere, was korrekt als Defensive Pass Interference gepfiffen wird und was seine Coaches den Defensive Backs daraus mitgeben können. Daran, wie er Wallace beibringt, diesen Spielzug zu verteidigen, würde er nichts ändern.

Ein Trost war die Antwort der NFL für McVay nicht. Das Spiel sei vorbei, sagte er, die Rams hätten nach drei Spielen einen Sieg und zwei Niederlagen und müssten nach vorn schauen. Ähnlich klang Wide Receiver Davante Adams, der seit 13 Jahren in der Liga spielt. Was er über die Strafe denke, ändere nichts an ihr, deshalb lasse er das Thema hinter sich.

Für die Rams geht es am Sonntag, 4. Oktober, gegen die Philadelphia Eagles weiter, die zwei ihrer drei Spiele gewonnen haben. Sean McVay rechnet dann wieder mit Wide Receiver Puka Nacua, der die letzten zwei Spiele mit einer Verletzung an Hüfte und Leiste verpasst hatte und inzwischen wieder eingeschränkt trainiert.