Puka Nacua hat eingeräumt, dass Alkohol für ihn ein Problem war. Im März brachten den 25-Jährigen seine Probleme in eine Entzugsklinik, nach eigener Aussage geht es ihm seitdem besser. Darüber sprach der Wide Receiver der Los Angeles Rams mit Elle Duncan in einem Interview, das Netflix vor dem Saisonauftakt der Rams gegen die San Francisco 49ers in Melbourne zeigte.

Was Puka Nacua über Alkohol und Druck sagt

„Alkohol war für mich eindeutig ein Thema“, sagte Puka Nacua zu Duncan. Seine Ängste und Sorgen habe er nie mit anderen geteilt, stattdessen habe er immer einen Weg gesucht, dem Druck auszuweichen. Er habe getrunken, damit er sich mit den Problemen und dem Stress gar nicht erst auseinandersetzen musste.

Der Druck wuchs mit dem schnellen Aufstieg. 2023 wechselte Nacua als Pick der fünften Runde vom College BYU in die NFL, zwei Jahre später führte er die Liga bei den Receptions an. Als Belastung nennt er, plötzlich in der Öffentlichkeit zu stehen und auf diesem Niveau spielen zu müssen. Dazu kam die Geburt seines Sohnes, um den er sich zusammen mit der Mutter des Kindes kümmert.

Wie es Puka Nacua nach dem Entzug geht

In der Klinik habe er offen und ehrlich reden können, sagte Nacua. Er spricht von der dunkelsten Zeit seines Lebens, blickt aber zuversichtlich nach vorn. Am meisten freue er sich darauf, ein Mensch zu werden, auf den sein Sohn stolz sein kann. Wenn der Junge älter ist, will er ihm weitergeben, was er aus seinen Fehlern gelernt hat.

Vorfälle abseits des Feldes: Livestream und Klage

Im Dezember 2025 hatte sich Nacua für eine Geste in einem Livestream entschuldigt. ESPN nennt die Geste antisemitisch, sie habe schädliche Stereotype über Juden bedient. Im März wurde eine Zivilklage gegen ihn eingereicht. Darin wird ihm vorgeworfen, sich gegenüber einer Frau grundlos antisemitisch geäußert und sie danach in die Schulter gebissen zu haben. Entschieden ist über die Klage noch nicht.

In Melbourne stand Puka Nacua für die Rams auf dem Feld. ESPN berichtet aber, dass ihn die NFL im Lauf dieser Saison noch bestrafen kann. Ob es dazu kommt und wie eine Strafe aussähe, ist offen.